GLOSSAR

Auf dieser Seite findet Ihr alle Endnoten, wie sie im Buch Antigone  auf Seite 147 bis 161 abgedruckt sind. Das Schöne daran: Ihr könnt Anmerkungen und Erläuterungen, die einen Link enthalten, direkt anklicken und Euch so die Quelle anschauen.

Zudem gib es noch zusätzliche Erklärungen und Informationen zu einzelnen Worten und Begriffen des Stücktextes, die im Buch keinen Platz mehr fanden. Viel Spaß beim Stöbern!

PS Das Buch König Ödipus enthält neben dem kompletten Stücktext und den Liedtexten auch ein Glossar.



 
 

Endnoten:

1)

Vgl. Duden, Bedeutungswörterbuch, Wolfgang Müller (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1985, S. 310. Sowie Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 252/253.

2)

Bücher: Bis(s) zum Morgengrauen, Stephenie Meyer, Jugendroman; Morgengrauen, Dean Koontz, Horrorroman; Bevor der Morgen graut, Viktor Arnar Ingólfsson, Kriminalroman. Filme: Polizeiruf 110: Morgengrauen, Fernsehfilm der ARD-Krimireihe; Vor Morgengrauen, Horrorfilm von Jeff Lieberman; Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen, Vampirfilm von Catherine Hardwicke.

3)

Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 252.

4)

Detaillierte Studie zum Antigone-Mythos. Zimmermann, Christiane: Der Antigone-Mythos in der antiken Literatur und Kunst, München 1993, S.295.

5)

Vgl. den Hinweis im Wikisource-Eintrag zu RE:Aion_1a : https://de.wikisource.org/wiki/RE:Aion_1a

6)

Vgl. das Kapitel Die Bearbeitung des Antigonestoffes. 1. Euripides . In: Zink, Norbert: Sophokles’ Antigone, Frankfurt a.M. 1974, S. 56/57.

7)

Hyginus (römischer Mythograph, 2. Jh. n. Chr.): Antigona . In: Marshall, Peter K. (Hg.): Fabulae, Stuttgart & Leipzig 2002. S. 72.

8)

Apollodors Bibliothek (mythologisches Handbuch, 1. Jh. n. Chr.). In: Die griechische Sagenwelt . Apollodors mythologische Bibliothek, übers. von Christoph Gottlob Moser, Leipzig 1992 (IIIBd. 3, S. 67.)

9)

Ob der Junge wirklich Maion hieß oder durch einen Übersetzungsfehler von Aion zum Maion wurde, beleuchtet dieser Wikisource-Eintrag: https://de.wikisource.org/wiki/RE:Aion_1a

10)

Grant, Michael/Hazel, John: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, Nördlingen, München 1986. S. 52/53.

11)

Gustav Benjamin Schwab (* 19.6.1792, Stuttgart; † 4.11.1850 ebenda) war ein deutscher Pfarrer, Gymnasialprofessor und Schriftsteller. Er wird zur Schwäbischen Dichterschule gerechnet.

12)

Vgl. den Beginn des Kapitels Bestattung der thebanischen Helden. In: Schwab, Gustav: Die schönsten Sagen des klassischen Altertums, Bd. 1; 6. Buch: Die Sieben gegen Theben . Online nachzulesen unter: http://gutenberg.spiegel.de/buch/sagen-des-klassischen-altertums-4962/85

13)

Als „der Roscher“ wird das mehrbändige Nachschlagewerk Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie bezeichnet. Es wurde 1884 von Wilhelm Heinrich Roscher begründet.

14)

Heinrich Wilhelm Stoll: Ismene 2.) & 3.), in: Roscher, Wilhelm Heinrich (Hg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie, Band 2,1, Leipzig 1894. Sp. 550. Online nachzulesen in der PDF-Version des Nachschlage werkes unter http://www.archive.org/stream/ausfhrlichesle0201rosc#page/n287

15)

Grant, Michael/Hazel, John: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, Nördlingen, München 1986, S. 53.

18)

Stichwort Angstläuse. In: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm . 16 Bde. in 32 Teilbänden, Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. (Bd. 1, Sp. 362 - 363). Online einzusehen unter: http://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=angstlaeuse

19)

Vgl. Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 524/525.

20)

Deutsche Übersetzung komplett im Projekt Gutenberg-DE: http://gutenberg.spiegel.de/buch/ciceros-drei-bucher-von-den-pflichten-1900/1 Siehe auch: De officiis : https://de.wikipedia.org/wiki/De_officiis

21)

Original franz.: „La liberté ne comprend pas essentiellement des privilèges, mais surtout des obligations.“ Das Zitat findet sich im Text Verteidigung der Freiheit. In: Camus, Albert: Fragen der Zeit, Reinbek 1992.

22)

Einen gut lesbaren Abriss über Ödipus und sein Geschlecht liefert Karl Friedrich Becker in seinen „Erzählungen der alten Welt“ . Online nachzulesen unter: http://gutenberg.spiegel.de/buch/-731/53

23)

Einen großen Teil dieser Arbeit haben bereits Wilhelm Heinrich Roscher und seine Mitarbeiter im mehrbändigen Nachschlagewerk „ Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie“ geleistet. Unter dem Stichwort Polyneikes finden sich mehr als neun(!) Seiten in 18 Spalten mit Quellenangaben und Zitaten (Sp. 2661 – 2680). Vgl.: https://archive.org/stream/ausfhrlichesle0302rosc#page/n505 Für Eteokles gibt es immerhin eine Seite mit zwei Spalten (Sp. 1387-1389). Vgl. https://archive.org/stream/ausfhrlicheslexi11rosc#page/696

24)

Über die zweite Ehe von Ödipus informiert uns die Bibliothek des Apollodor und das kyklische Epos Oidipodeia des Dichters Kinaithon.

25)

Polyneikes ist mit Argaia verheiratet, der Tochter des Adrastos, mit dem er später gegen Theben ziehen wird. Die gemeinsamen Söhne heißen Thersandros, Adrastos und Timeas. Vgl. Grant, Michael/Hazel, John: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, Nördlingen, München 1986, S. 345. Eteokles hatte einen Sohn mit Namen Laodamas. Vgl. Grant, Michael/Hazel, John: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, Nördlingen, München 1986, S. 260.

26)

Wie Eteokles und Polyneikes umkommen, schildert Gustav Schwab im Kapitel Der Brüder Zweikampf in seinen „ Sagen des klassischen Altertums“. Nachzulesen an dieser Stelle: http://gutenberg.spiegel.de/buch/sagen-des-klassischen-altertums-4962/80

27)

Das Gutenbergprojekt bietet Aischylos Die Sieben gegen Theben in der Übersetzung von J. G. Droysen an. Siehe: http://gutenberg.spiegel.de/buch/die-sieben-gegen-theben-4501/1

28)

Vgl. die Schilderung der Beleidigung des Ödipus durch seine Söhne, in: Grant, Michael/Hazel, John: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, Nördlingen, München 1986, S. 143.

30)

Siehe die ersten Quellennachweise unter dem Stichwort Polyneikes in Wilhelm Heinrich Roschers „Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie“. Hier: https://archive.org/stream/ausfhrlichesle0302rosc#page/n505

31)

Zitiert nach: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 412/413.

32)

Das Wort Leichnam ist seit dem 8. Jh. belegt. Vgl. Kluge, Friedrich, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 24., durchgesehene und erweiterte Auflage, Berlin/New York 2001, Stichwort Leichnam, Seite 567.

33)

Zitiert nach: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 413.

35)

Als Lektüre bietet sich Wahnsinn und Gesellschaft. Eine Geschichte des Wahns im Zeitalter der Vernunft [Originaltitel: Folie et déraison] an. Das Buch erschien 1961 und wurde vom französischen Philosophen und Soziologen Michel Foucault (* 15.10.1926, Poitiers; † 25.6.1984, Paris) geschrieben. Er betrachtet in seiner Schrift den Wahnsinn als Konzept, das sich im Laufe der Geschichte veränderte.

37)

Zitiert nach: Stoll, Heinrich Wilhelm: Kreon 2.) In: Roscher, Wilhelm Heinrich (Hg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 2,1, Leipzig 1890, Sp. 1415. Digitale Ausgabe: https://archive.org/stream/ausfhrlicheslexi21rosc#page/704

38)

Eine ausführliche Zusammenfassung findet sich in: Grant, Michael/Hazel, John: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, Nördlingen, München 1986, S. 250.

39)

Vgl. die Einträge zu Meute, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 456.

40)

Vgl. die Einträge zu meutern, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 456.

41)

Vgl. Meutmacher, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. (Bd. 12, Sp. 2166 - 2167). Online einzusehen unter: http://woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=meutmacher

42)

Siehe fromm, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 207.

43)

Menke, Christoph: Die Gegenwart der Tragödie. Versuch über Urteil und Spiel, Frankfurt/Main 2005, S. 53.

44)

Zum Stichwort Tragischer Held findet sich dieser klare Satz als Abschluss der begrifflichen Erläuterung. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Tragischer_Held

45)

Stichwort Heldin, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm . 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. (Bd. 10, Sp. 948 - 949). Online einzusehen unter: http://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=heldin

46)

Vgl. Duden, Bedeutungswörterbuch, Wolfgang Müller (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1985, S. 642.

47)

Dies ist ein komplettes Zitat aus dem Wikipedia-Eintrag zu: https://de.wikipedia.org/wiki/Tragischer_Held. Basis dieser Erläuterungen sind wiederum die Ausführungen von Brigitte Kappl aus ihrer Veröffentlichung: Die Poetik des Aristoteles in der Dichtungstheorie des Cinquecento, Berlin 2006. S. 227/229.

48)

Die komplette Schrift kann auf diesen Online-Plattformen nachgelesen werden: http://gutenberg.spiegel.de/buch/-3354/1 oder hier: http://www.zeno.org/nid/20005609771 Entnommen wurde sie: Friedrich Schiller: Sämtliche Werke, Band 5, München 1962, S. 358-373. Entstanden 1790/91, Erstdruck in: Neue Thalia (Leipzig), 1. Jg. 1792, Heft 1.

49)

Auch dies ist ein komplettes Zitat aus dem Wikipedia-Eintrag: https://de.wikipedia.org/wiki/Tragischer_Held. Basis dieser Erläuterungen sind die Ausführungen von Paul Barone aus seiner Veröffentlichung: Schiller und die Tradition des Erhabenen, Berlin 2004, S. 169–170.

50)

Siehe Schicksal, in: Duden, Bedeutungswörterbuch, Wolfgang Müller (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1985, S. 550.

51)

Siehe Fluch, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm . 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. (Bd. 3, Sp. 1827-1830). Online einzusehen unter: http://woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=fluch

52)

Zitiert nach Stichwort Fluch, in: Duden, Bedeutungswörterbuch, Wolfgang Müller (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1985, S. 261.

53)

Zitiert nach Stichwort fluchen, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 196.

54)

55)

Zitiert nach: Mahoney, Blessless: Wo die bösen Tanten wohnen . Unveröffentlichtes Manuskript, Hamburg.

56)

Appollon, in: Grant, Michael/Hazel, John: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, Nördlingen, München 1986, S. 57-60. Und online unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Apollon

58)

Beyer, Jürgen: Prophezeiungen. In: Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung, Bd. 10, Berlin u. New York 2000-02, Sp. 1419-1432. Eine Kulturgeschichte der Prophezeiungen, nicht nur im Märchen.

 
 

Zusätzliche Informationen:

bestattet

Das mhd. bestaten ist die verstärkte Form des mhd. staten, was „an seinen Ort bringen“ bedeutete. Dazu gehört mhd. stat „Ort, Stelle, Stätte“. Der Duden hält fest: „ [bestaten] wird bereits verhüllend für ‚begraben‘ gebraucht.“* Eine Ableitung von bestatten ist Bestattung.

* Zitiert nach: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 77.

„Eine Bestattung […] ist die Verbringung des Leichnams oder der Asche eines Verstorbenen […] an einen festen, endgültig bestimmten Ort […] Eine Bestattung schließt in der Regel eine religiöse oder weltliche Trauerzeremonie ein.“*

* Zitiert nach der Begriffserklärung zu Bestattung unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Bestattung

Aas

„Drei senkrecht!“, und die Frage lautet: Zu Eaux-Bonnes gehörender Weiler? Hinterhältige Person, gemeiner Mensch? Begriff für toter, verwesender Tierkörper? Kadaver? Norwegischer Fußballspieler?*

* Vgl: https://www.kreuzwort-raetsel.net/

im Kreise meiner Lieben

Antigone weiß, wo ihr Platz ist: im Kreise ihrer Lieben. Im Allgemeinen wird der Kreis der Lieben bei Familienfeiern und Festen unter befreundeten Menschen beschrieben oder zelebriert, zum Beispiel durch gemeinsames Singen.

Adelbert von Chamisso (1781–1838), französisch-preußischer Naturforscher und Dichter, hat 1829 den Text Hab oft im Kreise der Lieben geschrieben, der auch durch die Melodie (Nr. 1 aus op. 34, 1839) von Friedrich Silcher (1789-1860) zum Volkslied wurde. Vermutlich ging mit der Verbreitung des Liedes der Ausdruck in den allgemeinen Sprachgebrauch über.

Hab oft im Kreise der Lieben (Vers 1 von 4)*

Hab oft im Kreise der Lieben
im duftigen Grase geruht
und mir ein Liedchen gesungen
und alles war hübsch und gut

* Liedtext zitiert nach folgender Quelle: https://www.volksliederarchiv.de/hab-oft-im-kreise-der-lieben/

Debakel

Mi Debakel lässt sich eine schwere Niederlage, ein Zusammenbruch oder der unheilvolle Ausgang einer Situation beschreiben.* Das Substantiv wurde aus frz. débâcle (= Auflösung, Zusammenbruch, Aufbrechen des Eises) ins Deutsche entlehnt.

* Siehe Debakel, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 117.

Gebot

Ein Gebot kann den Charakter eines Befehls oder einer Anordnung haben. Es lässt sich in unserem Zusammenhang als verbindliche Anweisung einer höheren Instanz, in diesem Fall des Gottes Apollon, verstehen.

prekär

Eine Situation kann misslich, schwierig oder heikel sein, weil (noch) nicht klar ist, durch welche Entscheidungen, Handlungen oder Maßnahmen die schwierige Lage gemeistert werden kann. Prekär wurde im 18. Jh. aus frz. précaire (= widerruflich, unsicher, heikel) ins Deutsche entlehnt.

 

Endnoten:

62)

Zum Beispiel titelte die Atlanta Jewish Times am 31.1.2018 „A King has left the building!“, um über den Bühnenrückzug von Neil Diamond nach mehr als 50 Jahren zu berichten. Vgl. http://atlantajewishtimes.timesofisrael.com/a-king-has-left-the-building/

63)

Zitiert nach dem englischen Wikpedia-Eintrag: https://en.wikipedia.org/wiki/Elvis_has_left_the_building

65)

Zitiert nach Statthalter, in: https://de.wikipedia.org/wiki/Statthalter. Siehe auch Statthalter, bereitgestellt durch das „ Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache“, https://www.dwds.de/wb/Statthalter, abgerufen am 17.06.2018.

66)

Siehe Disput, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 130.

 
 

Zusätzliche Informationen:

akut

Dieses Adjektiv ist ein altes medizinisches Fachwort (von lat. acutus = geschärft, scharf, spitz), das schon die altrömischen Ärzte benutzten, um eine unvermittelt auftretende Krankheit mit kurzem, heftigen Verlauf zu beschreiben. Wenn etwas akut ist, ist es meistens dringend.

Die ausführliche Erklärung für akut, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 27.

souverän

Im Allgemeinen wird souverän im Sinne von „jeder Situation gewachsen“, „überlegen“, „selbständig“ und „selbstbewusst“ verwendet. Die Übereinkunft zwischen Polyneikes und Eteokles kann auch im eigentlichen Sinne als souverän bezeichnet werden, denn sie betrifft die staatlichen Hoheitsrechte, die beide uneingeschränkt ausüben.

Siehe souverän, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 683.

 

 

Endnoten:

67)

Mehr Informationen unter: Stoll, Heinrich Wilhelm: Haimon 7) . In: Roscher, Wilhelm Heinrich (Hg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie, Band 1,2, Leipzig 1890, Sp. 1816. Digitalausgabe: http://www.archive.org/stream/ausfhrlicheslexi12rosc#page/192 und hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Haimon_(Theben)

68)

Vgl. die Definition unter: https://de.wiktionary.org/wiki/Makel

69)

Zitiert nach: Erwin Benz (*1940), Schweizer Kapuziner, dipl. Heilpädagoge, siehe: https://www.aphorismen.de/zitat/129700

 
 

Zusätzliche Informationen:

nicht ohne deine Tochter!

Antigone, die ihren Vater Ödipus in die Verbannung begleiten will, bekräftigt mit diesem Ausruf ihr Vorhaben. Gleichzeitig spielt sie damit auf das Buch der US-Amerikanerin Betty Mahmoody und den darauf basierenden Film Nicht ohne meine Tochter an. Während Antigones Entscheidung schließlich akzeptiert wird, wurden Buch und Film durchaus kontrovers aufgenommen.

Zum Beispiel: Ich hasse Betty Mahmoody. Sabine Reichel über einen verlogenen Weltbestseller. Nachzulesen in: EDITO. Schweizer Fachmagazin für Medien und Journalismus, auf: https://www.edito.ch/klartext/tag/463/page/5/  Eine lesenswerte Erwiderung von Margit Bachl auf diese Kritik, hier: https://www.edito.ch/klartext/tag/445/

Ich sei, gewährt mir die Bitte, in eurem Bund die Dritte!

Als Tochter aus gebildetem Hause kennt Antigone natürlich ihren Schiller! Hier zitiert sie die beiden letzten Zeilen aus Die Bürgschaft, der bekanntesten Ballade von Johann Christoph Friedrich von Schiller.

Die Bürgschaft findet sich online im Projekt Gutenberg: http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9097/149

famos

Das Adjektiv famos (= „prächtig, großartig“) „ist ein Studentenwort des 19. Jh.s, das schon früher in der Gerichtssprache im Sinne von ‚berüchtigt‘ bezeugt ist […] entlehnt ist das Wort aus lat. famosus‚ viel besprochen (im guten oder im bösen). ‘* Siehe auch fama (=Gerede), diffamieren und infam.

* Siehe famos, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 175.

 

Endnoten:

70)

Zitiert nach Gnade, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 247.

71)

Zitiert nach Hain 2) 3) 5), in: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm . 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. (Bd. 10, Sp. 172 – 175). Online einzusehen unter: http://woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=hain

72)

In der Orestie des Aischylos spielen die Erinnyen eine wichtige Rolle. Vgl. die dritte Tragödie der Orestie: Die Eumeniden . Online nachzulesen unter: http://gutenberg.spiegel.de/buch/die-eumeniden-4502/1

73)

Mehr Informationen unter: Erinys, in: Roscher, Wilhelm Heinrich (Hg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1, Leipzig 1890, Sp. 1310-1336, speziell das Kapitel Naturbedeutung der Erinys. Nachzulesen in der Digitalausgabe: https://archive.org/stream/ausfhrlicheslexi11rosc#page/656

74)

 
 

Zusätzliche Informationen:

das Zeitliche segnen

Diese Redewendung „geht auf den alten Brauch zurück, nachdem ein Sterbender auf seinem Totenbett die ‚zeitlichen‘ (d.h. irdischen) Dinge, die er auf dieser Erde zurückließ, segnete“*. Dieser gehobene Ausdruck meint eigentlich sterben oder das Entzwei gehen von etwas.

* Zitiert nach zeitlich, in: Duden, Bd. 11, Redewendungen und sprichwörtliche Redensarten, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1992, S. 831.

 

Endnoten:

75)

Siehe den Spielfilm: Highlander – Es kann nur einen geben . USA/GB 1986, Regie: Russell Mulcahy.

76)

tlhIngan Hol: bortaS bIr jablu’DI’ reH QaQqu’ nay’ (Literal translation: When cold revenge is served, the dish is always very good). Vgl.: https://en.wikiquote.org/wiki/Klingon_proverbs

77)

Siehe den Film: Star Trek II. The Wrath of Khan (Star Trek II. Der Zorn des Khan). USA 1982, Regie: Nicholas Meyer.

78)

„Ah, Kirk, my old friend, do you know the Klingon proverb that tells us revenge is a dish that is best served cold? [pause] It is very cold in space!“ Zitiert nach: https://www.imdb.com/title/tt0084726/quotes

79)

Im Intro des Films wird das Sprichwort eingeblendet „Revenge is a dish best served cold.“ – Old Klingon Proverb – Vgl. den Videoclip bei 0:37: https://www.youtube.com/watch?v=Qx9Kyn8iLhM (Der im Buch abgedruckte Link wurde mittlerweile deaktiviert.)

80)

Film: Kind Hearts and Coronets (Dt. Titel: Adel verpflichtet). GB 1949, Regie: Robert Hamer.

83)

Mehr Informationen: https://fr.wikipedia.org/wiki/Mathilde,_Mémoires_d‘une_jeune_femme (Der Artikel wurde in der französischen Wikipédia leider mittlerweile gelöscht.)

84)

86)

Siehe Gier, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 242.

 
 

Zusätzliche Informationen:

Zwist

Zwist lässt sich mit Streit oder Zerwürfnis übersetzen. Der Begriff gehört zum Zahlwort zwei und bedeutet so eigentlich „‚Zweiteilung, Entzweiung; Trennung‘“. Verwandt ist zum Beispiel das altisländische Wort tvistra „trennen“. 

Siehe Twist, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989. S. 838.

in Gewahrsam nehmen

Jemanden in Gewahrsam nehmen bedeutet ihn zu inhaftieren. Das Gewahrsam wurde früher in der Bedeutung von Gefängnis benutzt und ist damit auch nicht weit von der ursprünglichen Bedeutung „Schutz, Obhut; Haft“* entfernt.

* Siehe Gewahrsam, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 239.

Hochverrat

Hochverrat galt/gilt als Verbrechen, das darauf abzielt, einen gewaltsamen Umsturz (im Inneren) eines Staates herbeizuführen.

Juristische Definition für Deutschland siehe: https://www.juraforum.de/lexikon/hochverrat und über historische Aspekte unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Hochverrat

 

Endnoten:

88)

Old Ben ist der alte Jedi Meister Obi-Wan Kenobi.

89)

Siehe 15 great Obi Wan Kenobi quotes from Star Wars : https://www.inafarawaygalaxy.com/2013/08/obi-wan-kenobi-quotes-starwars.html

90)

Vgl. den Filmausschnitt aus Star Wars. USA 1977, Regie: Georg Lucas, auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=532j-186xEQ

91)

Siehe Aigeus, in: Grant, Michael/Hazel, John: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, Nördlingen, München 1986, S. 28.

92)

Die komplette Geschichte von Theseus zum Nachlesen in der Fassung von Gustav Schwab im Projekt Gutenberg unter: http://gutenberg.spiegel.de/buch/sagen-des-klassischen-altertums-4962/56. Vergleiche auch: Theseus, in: Grant, Michael/Hazel, John: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, Nördlingen, München 1986, S. 398-406.

93)

Vgl. Die unendliche Geschichte (Michael Ende) und die Serien: Chroniken von Narnia (C. S. Lewis); Harry Potter (Joanne K. Rowling); Percy Jackson (Rick Riordan) und Artemis Fowl (Eion Colfer).

95)

Siehe die Auflistung unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Cheiron

96)

Zitiert nach: Leis, Mario u. Sourek, Patrick (Hg.): Mythos Herkules, Leipzig 2005, S. 168-170.

97)

Zitiert aus dem Abschnitt Die Arbeiten, in: https://de.wikipedia.org/wiki/Herakles

98)

Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Einleitung in die attische Tragödie ( Euripides Herakles erklärt, Bd. 1 ), Berlin 1889, S. 284. In: Deutsches Textarchiv http://www.deutschestextarchiv.de/wilamowitz_tragoedie_1889/304, abgerufen am 23.06.2018.

99)

Einen Einstieg zu einer der ersten Superheldinnen überhaupt bietet: https://de.wikipedia.org/wiki/Wonder_Woman und die Fanseite: http://dc.wikia.com/wiki/Wonder_Woman

100)

Siehe Original und Übersetzung online im Projekt Gutenberg unter: http://gutenberg.spiegel.de/buch/ilias-1-bis-8-gesang-7053/4

101)

Die ikonografische Datenbank des Warburg Institutes bietet eine umfangreiche Sammlung mit Abbildungen von Amazonen: https://iconographic.warburg.sas.ac.uk/vpc/VPC_search/subcats.php?cat_1=5&cat_2=351

102)

Bei YouTube finden sich zwei Dokumentationen: Sagenhafte Völker –Das Amazonenrätsel (Terra X, ZDF, 2004) unter: https://www.youtube.com/watch?v=sSiAuQi7goQ sowie: Die Amazonen – Auf der Spur antiker Kämpferinnen (ZDF, arte, 2013): https://www.youtube.com/watch?v=Hp_EcozfhRE

103)

So ziemlich alles über Minos, in: Roscher, Wilhelm Heinrich (Hg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie . Band 2,2, Leipzig 1890, Sp. 2993-3004. Digitalausgabe: https://archive.org/stream/ausfhrlichesle0202rosc#page/n617

104)

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Minotauros und unter dem Stichwort Minotauros, in: Roscher, Wilhelm Heinrich (Hg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie . Band 2,2, Leipzig 1890, Sp. 3004-3011. Die Angaben stimmen, das Link im Buch war leider falsch. Hier direkt zur Digitalausgabe: http://www.archive.org/stream/ausfhrlicheslexi22rosc#page/615/mode/2up

105)

Vergleiche die verschiedenen Erklärungen und Herleitungen im Abschnitt Wortherkunft, in: https://de.wikipedia.org/wiki/Labyrinth

106)

Vgl. Ariadne, in: Grant, Michael/Hazel, John: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, Nördlingen, München 1986, S. 69/70, und bei Stoll, Heinrich Wilhelm: Ariadne . In: Roscher, Wilhelm Heinrich (Hg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie . Band 1,1, Leipzig 1886, Sp. 540-546, online unter: http://www.archive.org/stream/ausfhrlicheslexi11rosc#page/270

107)

Liedtext & Notenblatt. Was Georg Nagel an Informationen zu diesem Kanon im Lieder-Archiv zusammentragen hat, ist absolut lesenswert!

Siehe: https://www.lieder-archiv.de/heho_spann_den_wagen_an-notenblatt_300084.html

108)

Informationen zu Euripides’ Tragödie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_bekränzte_Hippolytos

109)

Zitiert nach Lorbeer, in: Duden, Bd. 11, Redewendungen und sprichwörtliche Redensarten, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1992, S. 461.

110)

Siehe Asyl, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 49. Und die Erklärungen im Wiktionary unter: https://de.wiktionary.org/wiki/Asyl

112)

Dieser Begriff findet sich auf vielen Listen mit unübersetzbaren Worten aus dem Japanischen. Vgl. diese englischsprachige Liste: http://teamjapanese.com/beautiful-untranslatable-japanese-words/

113)

Zitiert aus dem Wikipedia-Eintrag: https://de.wikipedia.org/wiki/Japanische_Ästhetik#Mono_no_aware_und_Okashi Vgl. auch den Eintrag in der Stanford Encyclopedia of Philosophy: https://plato.stanford.edu/entries/japanese-aesthetics/

 
 

Zusätzliche Informationen:

Audienz

Enrico Brissa stellt fest, dass strenggenommen eine Audienz nur „das Recht, erscheinen zu dürfen, nicht notwendigerweise das Recht auf eine Unterredung“* beinhaltet. Der „feierliche Empfang bei hohen politischen oder kirchlichen Würdenträgern“ leitet sich ab von lat. audientia „Gehör, Aufmerksamkeit“ und lat. audire „hören“.**

* Enrico Brissa: Auf dem Parkett. Kleines Handbuch des weltläufigen Benehmens, München 2018, S. 44.

** Siehe Audienz, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 51.

Euer Ruf eilt euch voraus

Theseus ist im Bilde über Ödipus, noch bevor er diesem leibhaftig begegnet ist. Das, was einer Person vorauseilt, können zum Beispiel Gerüchte sein oder die Erzählungen von begangenen Ruhmestaten. Die daraus gewonnenen Ein- und Ansichten prägen das eigene Bild von der Person, obwohl sie einem noch nicht persönlich bekannt ist.

imposant

Imposant ist etwas, das nicht von Pappe, oder jemand, der nicht von schlechten Eltern ist. Ein Mensch zum Beispiel oder ein Bauwerk imponiert uns, kann Bewunderung und Respekt auslösen. Etwas oder jemand, den wir bemerkenswert, ehrfurchtgebietend, immens, mächtig, riesig, spektakulär oder sensationell finden.

exorbitant

Ebenso wie imposant wurde exorbitant im 18. Jh. aus dem Französischen entlehnt. Es bedeutet so viel wie „gewaltig, außerhalb der Maßstäbe, außergewöhnlich, enorm“*, auch „übertrieben“, und geht auf lat. exorbitare, „von der Bahn, vom rechten Weg abweichen“, und auf lat. orbis, „Rundung“, „Gleis“, zurück.

* Siehe exorbitant im Wiktionary: https://de.wiktionary.org/wiki/exorbitant

Checker

Theseus ist der perfekte Checker. Als Held und König ist er Kontrolleur und Prüfer in einem. Er ist jemand, der etwas checkt, sprich, etwas schnell kapiert* und schließlich seine Gegner durch hartes, jedoch erlaubtes Rempeln krass bodycheckt. „Schaltest du immer zuerst den Verstand ein, checkst du, was gut für dich ist.“**

* Hilfe beim Verstehen bieten die Checker Julian, Tobi und Can auf KiKA: https://www.kika.de/checker-welt/index.html

* Meint zumindest das Jugendsprache Lexikon: http://jugendsprache.deacademic.com/246/checken

Ungeheuer

Das Adjektiv ungeheuer (mhd. ungehiure, ahd. un[gi]hiuri), also „unheimlich, grauenhaft, schrecklich“, und das Substantiv Ungeheuer (= Unhold, gespenstisches Wesen; Scheusal; Drache; Heide) leiten sich als verneinte Form ab von geheuer „vertraut, heimelig“. Geheuer gehört zur Wortfamilie mhd. gehiure, „lieblich, freundlich, hold, nichts Unheimliches an sich habend“, und ahd. hiuri, „freundlich, lieblich“. Eigentlich bedeutet es „zum Hauswesen, zur Hausgemeinschaft gehörig“.*

Von der Wortbedeutung her ist der Minotauros also schon ein grauenhafter Unhold, aber trotzdem eigentlich auch ein zur Hausgemeinschaft der Familie Minos Gehöriger.

* Siehe geheuer, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 225.

Kretin

Der Duden hält fest, dass die Bezeichnung Kretin verwendet werden kann, um jemanden zu bezeichnen, dessen Handeln oder Benehmen für unvorstellbar dumm gehalten wird. Abgeleitet ist das Wort aus frz. crétin, das in der Mundart des Wallis für altfrz. crestien eigentlich „(armer) Christenmensch“ bedeutet.* Das trifft jetzt auf König Minos weniger zu.

* Siehe online im Duden: https://www.duden.de/rechtschreibung/Kretin

Zähne blecken

Blecken bedeutet, abgeleitet von mhd. blecken und ahd. blecchen „[sich] entblößen; sehen lassen“.* Wenn also die Zähne gebleckt werden, dann werden sie entblößt und sind sichtbar. Die eigentlichen Bedeutung von blecken, nämlich „glänzen machen“, zum urgerm. *blikan „glänzen“**, lässt sich ebenfalls gut nachvollziehen: die weißen Zähne blitzen auf, glitzern eventuell sogar gefährlich. Weitere Bedeutungen nennt das Grimm’sche Wörterbuch mit „hervorstehn, hervorragen, entblöszt stehn“. Eine schöne Wortschöpfung, die heute nicht mehr in Gebrauch ist, ist Bleckezahn, „eine treffende benennung des todes, den man sich als grinsendes skelet dachte.“***

* Siehe blecken, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 86.

** Siehe blecken, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 86.

*** Vgl. blecken & Bleckezahn in: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. (Bd. 2, Sp. 86-89). Online einzusehen unter: http://woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=blecken

sieht schwarz, sieht rot

Wer schwarz sieht, schätzt zum Beispiel eine Situation oder die Zukunft sehr pessimistisch ein oder schaut fern, ohne die Rundfunkgebühr bezahlt zu haben. Wer rot sieht, ist total wütend.

Ariadnes Faden

Es darf vermutet werden, dass Ariadnes Faden, ob nun Garn oder Zwirn, im Knäuel oder Strang, der folgenden Definition voll und ganz entsprochen hat:

„Ein Faden ist ein aus Fasern zusammengesetztes, biegeschlaffes Gebilde, das eine dominierende eindimensionale Erstreckung und eine Gleichmäßigkeit in der Längsrichtung aufweist.“

Zitiert nach Faden, in: https://de.wikipedia.org/wiki/Faden 

Zur Symbolik des Fadens in der Kulturgeschichte finden sich in diesem Eintrag ebenfalls interessante Erläuterungen.

 

 

Endnoten:

116)

Eine sehr ausführliche Darstellung der Figur des Judas ist online einzusehen: Meiser, Martin: Judas Iskarioth . In: Michaela Bauks, Klaus Koenen, Stefan Alkier (Hg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart 2006: http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/51880/

117)

Vgl. die Bibelstelle Markus 3,19 in: https://www.bibleserver.com/text/LUT/Markus3

118)

„Argiver, die Bewohner von der Stadt Argos und der Landschaft Argolis; Homer nennt alle Griechen öfters A., weil diese um jene Zeit die mächtigsten waren“. Zitiert nach Argiver, in: http://deacademic.com/dic.nsf/conversations/2913/Argiver

119)

Caesar: „I did not start this war. But I will finish it.“ („Ich habe diesen Krieg nicht begonnen aber ich werde ihn beenden.“). Vgl. den Film: Planet der Affen: Survival [Originaltitel: War for the Planet of the Apes]. USA 2017, Regie: Matt Reeves). Zitiert nach: https://www.imdb.com/title/tt3450958/quotes

 
 

Zusätzliche Informationen:

Intrigen

Eine Intrige bezeichnet „hinterhältige Machenschaften“, veraltet werden auch „Ränkespiel, Ränke schmieden“ oder „Kabale“ synonym verwendet. Das Wort geht über it. intrigare auf lat. in-tricae „verwirren“ (zu lat. in „in“ und tricae, „Unsinn, Possen; Widerwärtigkeiten“) zurück.*

„Intrige […] bezeichnet eine Handlungsstrategie, mit der [der Intrigant versucht], anderen Schaden zuzufügen oder sie gegeneinander aufzuhetzen“**, zum eigenen Vorteil oder zur persönlichen Befriedigung.

* Vgl. Intrige, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 309.

** Zitiert nach: https://de.wikipedia.org/wiki/Intrige

er lügt, dass sich die Balken biegen

Wer lügt, dass sich die Balken biegen, lügt besonders unverschämt und ohne Hemmungen. Eine große Fernsehzeitschrift bietet in ihrer Rubrik Wissen & Service folgende Erklärung zur Herkunft dieser Metapher:

„Dass Lügen moralisch verwerflich sind, war und ist schon immer klar. Im Mittelalter aber galten sie im wahrsten Wortsinn als ‚schwere Last‘, die einen Menschen niederdrücken. Unwahrheiten konnten so schwer wiegen, dass sich sinnbildlich die Balken bogen. Bereits im 16. Jahrhundert tauchte dieses Bild in Dokumenten auf.“

Siehe Punkt 9 in der Liste der Hörzu unter: https://www.hoerzu.de/wissen-service/wissen/sprichwoerter-und-redewendungen 

Die Hörzu zitiert hier Dr. Wort bzw. den Journalisten Jochen Krause. Vgl. Dr. Wort: Mich laust der Affe, Reinbek 2012, S. 112.

Macke

Der Ausdruck Macke stammt aus dem Jiddischen für „Fehler, Schaden“, eigentlich „Schlag“. Vergleiche dazu das hebräische makkä „Schlag, Verletzung“. Im umgangssprachlichen Gebrauch bezeichnet es auch einen geistigen Defekt, einen Tick oder eine seltsame Eigenart.

Vgl. Macke, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 431.

Ich bitte dich um deinen Segen!

In einer Familiengeschichte, in der immer wieder Flüche die Handlung bestimmen, kann auch das Gegenteil, der Segen, nicht ganz außen vor bleiben. Polyneikes bittet seinen Vater Ödipus für sein Vorhaben, den Thron mit Gewalt zurückzuerobern, um seinen Segen.

Er bittet seinen Vater um Einverständnis, geistigen Beistand und die guten Wünsche, die sein Vater aussprechen möge, sodass sie die kriegerische Unternehmung begleiten und positiv beeinflussen. Ödipus reagiert allerdings nicht wie erhofft und verstößt seinen Sohn.

Gören

Gören ist der Plural von das gör „oder, weniger wahrscheinlich, die göre. Gelegentlich gibt es auch die Bezeichnung mit „h“, also: „göhr, kind, für ‚junge‘ und (häufiger) ‚mädchen‘.“

„im literarischen gebrauch, aber gelegentlich auch umgangssprachlich […], dringt gör über das niederdeutsche als sein ursprüngliches verbreitungsgebiet hinaus.“ Vergleiche auch die berlinische Form Jöhre.

„frau pastern is so kinderlieb, dasz alle gören im ganzen dorf ihr anhacken […] belege solcher art machen wahrscheinlich, dasz echte mundartsprecher das wort ohne nebenton verwenden.“* Ödipus ist vermutlich kein niederdeutscher Mundartsprecher, bei ihm hat die Bezeichnung seiner Söhne als Gören etwas Abwertendes.

* Alle Zitate zu Gör, Gören aus: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. (Bd. 8, Sp. 960-964). Online einzusehen unter: http://woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=Goer

Absolution

Der Begriff ist ein kirchlich-religiöser Terminus, der im 15. Jh. von lat. absolutio „Loslösung, Freisprechung“ und lat. absolvere „loslösen“, „freisprechen“* entlehnt wurde. Ödipus interpretiert den Besuch seines Sohnes als Wunsch nach Vergebung für eine Tat, die er als ehemaliger König von Theben nicht gutheißen will.

* Vgl. Absolution, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 18.

blechen

Umgangssprachlich meint blechen zahlen, auch „widerwillig für etwas Geld zahlen“.* Allerdings will Polyneikes seinen Bruder nicht in Münzen, sondern mit Blut zahlen lassen. Immerhin hat er ihm Rache geschworen. Im Rotwelsch** bezeichnete ab dem 15. Jh. Blech „Geld“, im Speziellen die kleinen Münzen. Über die Studentensprache des 18. Jh. verbreitet sich der Ausdruck blechen im Sinne von „zahlen“, wie wir ihn heute kennen.

* Zitiert nach der Bedeutungserklärung in: https://de.wiktionary.org/wiki/blechen

** Über den Sonderwortschatz, der unter Rotwelsch zusammengefasst wird, informiert Wikipedia unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Rotwelsch

 

 

Endnoten:

120)

Siehe die verschiedenen Übersetzungen dieses Anglizismus in: https://www.dict.cc/?s=style

121)

Vergleiche den Eintrag im Urban Dictionary unter rhyme 2 : https://www.urbandictionary.com/define.php?term=rhyme

122)

Vergleiche die Einträge im Urban Dictionary unter flow 3 & 6 : https://www.urbandictionary.com/define.php?term=Flow

123)

Schwanengesang: „Der Ausdruck geht auf einen alten griechischen Mythos zurück, der besagt, dass Schwäne vor ihrem Tode noch einmal mit trauriger, jedoch wunderschöner Stimme ein letztes Lied anstimmen.“ Zitiert nach: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwanengesang

124)

Vergleiche die Top Definition im Urban Dictionary unter In da house : https://www.urbandictionary.com/define.php?term=In da house

125)

Mehr Infos unter Digger: Was bedeutet das?, in: https://www.giga.de/extra/netzkultur/specials/digger-was-bedeutet-das/

128)

Achtung, matata kann in anderen Kontexten auch „ bösartig“, „Verwirrung“ oder „ Ärger“ bedeuten. Vgl.: https://en.bab.la/dictionary/swahili-english/matata

129)

Über die Verwendung von Hakuna Matata außerhalb Afrikas und vor dem Disney-Film Der König der Löwen [Originaltitel: The Lion King], USA 1994, Regie: Roger Allers & Rob Minkoff, z.B. in einer schwedischen Comic-Serie oder in einem französischen Film, informiert: https://de.wikipedia.org/wiki/Hakuna_Matata

 
 

Zusätzliche Informationen:

Menoikeus

In diesem Fall ist nicht Menoikeus der Ältere gemeint, also der Großvater, sondern sein Enkel Menoikeus der Jüngere, Sohn von Kreon und Eurydike. Nach Euripides opfert sich Menoikeus, indem er sich von der Stadtmauer stürzte, da Teiresias (nicht das Orakel von Delphi) geweissagt hatte, „die Stadt könne nur durch das Selbstopfer eines reinen Jünglings gerettet werden, der von den Gesäten Männern abstamme“.*

Bei Sophokles heißt der selbstlose Sohn Megareus. Er ging freiwillig in den Tod, da der Kriegsgott Ares während der Schlacht um Theben ein Selbstopfer forderte.

* Zitiert aus Menoikeus 2). In: Grant, Michael / Hazel, John: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, Nördlingen, München 1986, S. 281.

Lotto

Lotto ist eine Form der Lotterie „und damit ein Glücksspiel, bei dem der Spieler gegen einen finanziellen Einsatz auf das Ziehen vorher getippter Zahlen aus einer begrenzten Zahlenmenge setzt“.* Dass das Orakel sich wünscht, auch mal einen Lottogewinn verkünden zu dürfen, ist gar nicht abwegig, zeitlich ein wenig, aber von der Herkunft des Wortes nicht.

Lotto wurde Anfang des 18. Jh.s aus ital. lotto „Losspiel, Glücksspiel“ entlehnt, das wiederum auf das frz. lot „Los“ zurückgeht**; damit gehört es in das altgermanische Wortfeld um mhd. loz, ahd. hloz für „Los“ und das Verb ahd. hliozan, mhd. liezen „losen; wahrsagen; zaubern“.

„Die Sitte des Losens entstammt dem magisch-religiösen Bereich. Das Losen diente ursprünglich der Schicksalsbefragung, besonders beim Opfer (beachte aisl. hlautr ‚Los‘ neben hlaut ‚Opferblut‘)“.***

* Zitiert nach: https://de.wikipedia.org/wiki/Lotto

** Vgl. Lotto, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 427.

*** Zitiert nach Los, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 426.

 

Endnoten:

130)

Siehe Hiobspost, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm . 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. (Bd. 10, Sp. 1552). Online einzusehen unter: http://woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=hiobspost

131)

Vgl. die Bibelstelle Hiob 1,13-19 unter: https://www.bibleserver.com/text/EU/Hiob1 sowie den Wikipedia-Eintrag zu Ijob : https://de.wikipedia.org/wiki/Ijob

132)

Zitiert nach Hiobsbotschaft, in: https://de.wikipedia.org/wiki/Hiobsbotschaft

 

Endnoten:

133)

Zitiert aus dem Artikel: Pfingst-Unruhen 1987. Wetterleuchten am Brandenburger Tor, siehe: http://www.spiegel.de/einestages/pfingstunruhen-1987-rebellion-ambrandenburger-tor-a-979208.html

134)

135)

Zitiert nach dem Redemanuskript, bereitgestellt von der Bundeszentrale für politische Bildung: https://www.bpb.de/geschichte/deutsche-einheit/deutsche-teilung-deutsche-einheit/43709/willy-brandt-zum-mauerfall

136)

Vgl. das Manuskript Rede vor dem Rathaus Schöneberg gegen den Mauerbau, 16. August 1961 aus dem Archiv der Willy-Brandt-Stiftung: https://www.willy-brandt.de/fileadmin/brandt/Downloads/Rede_Brandt_Mauerbau_1961.pdf

137)

Siehe die Fassung bei Lukas 11,2-4 : https://www.bibleserver.com/text/EU/Lukas11 und bei Matthäus 6,9-13 : https://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus6 Weitere Informationen auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Vaterunser

 
 

Zusätzliche Informationen:

verwesen

„In dem Verb mhd. verwesen sind in ahd. Zeit noch getrennte Verben zusammengefallen, nämlich […] firwesenen ‚verfallen, vergehen‘ und firwesan ‚aufbrauchen, verzehren‘ (eigentlich ‚verschmausen‘, beachte z.B. aengl. wesan ‚schmausen‘)“.* Leuchtet irgendwie ein, denn während Pilze und Bakterien eine Leiche verschmausen, vergeht sie im selben Prozess.

Die Bezeichnung Verweser, sprich ein Verwalter oder Stellvertreter, leitet sich ebenfalls von ahd. firwesan in der Bedeutung von „jemandes Stelle vertreten“ ab.**

* Vgl. verwesen, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 787.

** Vgl. den Eintrag Verweser, in: https://de.wikipedia.org/wiki/Verweser

 

Endnoten:

139)

Zur Biographie von Onkel Ben siehe: https://en.wikipedia.org/wiki/Uncle_Ben

140)

Dieses Panel (Titel: spider400.jpg) ist auf der Seite von Quote Investigator zu sehen: https://quoteinvestigator.com/2015/07/23/great-power/

141)

Vergleiche die Erklärungen im Absatz „With great power comes great responsibility“ im Wikipedia-Eintrag: https://en.wikipedia.org/wiki/Uncle_Ben#“With_great_power_comes_great_responsibility“

142)

Fällt mir gerade auf: Kann es sein, dass Spider-Mans Onkel Ben die Inspiration für Old Ben (Obi-Wan Kenobi), also den Onkel von Luke Skywalker, war? Ich wette, Georg Lucas hat als Kind Comics gelesen.

144)

Zitiert nach: Astrid Lindgren: Pippi Långstrump, Stockholm 2004; Kapitel: Pippi börjar skolan, S. 43.

145)

Siehe Zitat Nr. 8 auf: https://www.hant.se/10-citat-av-pippi-langstrump-som-far-oss-att-vilja-bli-barn-pa-nytt/ und eine weitere schwedische Referenz: „Astrid Lindgren, Känner du Pippi Långstrump? (Rabén & Sjögren 1947), sid 21“, hier: http://www.faktoider.nu/stark.html

 
 

Zusätzliche Informationen:

konsequent

Kreon verlangt von sich selbst konsequentes Handeln. Er bleibt beharrlich und zielbewusst bei seiner Meinung, denn seine Entscheidung ist für ihn folgerichtig.

 

Endnoten:

146)

Zitiert nach Abschnitt " 1.5 Episode IV – Eine neue Hoffnung (Zitate)": https://www.jedipedia.net/wiki/Jediquote:Obi-Wan_Kenobi Im englischen Original lautet es: „Who’s the more foolish, the fool, or the fool who follows him?“, siehe: http://starwars.wikia.com/wiki/Wookieepedia:Quote_of_the_Day/Archive/Obi-Wan_Kenobi

147)

Siehe Tor, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 747.

148)

Zitiert nach Luder, in: https://de.wikipedia.org/wiki/Luder

149)

Vgl. Schindluder, in: Duden, Bd. 11, Redewendungen und sprichwörtliche Redensarten, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1992, S. 620.

151)

Zitiert nach Sündenbock, in: https://de.wikipedia.org/wiki/Sündenbock

152)

Siehe die Beschreibung in Lev 16,1–28 , nachzulesen hier: https://www.bibleserver.com/text/EU/3.Mose16

153)

Zitiert nach Sündenbock unter „ Begriffsherkunft“, in: https://de.wikipedia.org/wiki/Sündenbock

154)

Pristl, Martin: Gebrauchsanweisung für Griechenland, München, Berlin 2016, S. 110/111.

155)

Vgl. die Auflistung der verschiedenen Wissenschaftsbereiche in: https://de.wikipedia.org/wiki/Widerstand

156)

Siehe den Artikel: Das Recht auf Widerstand zum Schutze der Verfassung auf: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2013/47878421_kw50_grundgesetz_20/214054

157)

Zitiert nach der Einleitung zu Widerstand (Politik), in: https://de.wikipedia.org/wiki/Widerstand_(Politik)

158)

Zitiert nach der Einleitung zu Widerstand (Politik), in: https://de.wikipedia.org/wiki/Widerstand_(Politik)

159)

160)

Im englischen Original lautet der zentrale Satz: Resistance is futile. Nutzer*innen in diesem Forum tauschen sich über den genauen Wortlaut der Borg-Begrüßung aus, siehe: https://www.scifi-forum.de/forum/science-fiction/star-trek/völker-forum/49095-das-zitat-der-borg

161)

Einen interessanten Blick auf das Thema Würde, als Ergänzung zu ethisch-philosophischen Betrachtungen, wirft der Neurobiologe Gerald Hüther in seinem Buch: Würde. Was uns stark macht – als Einzelne und als Gesellschaft, München 2018.

162)

Alle 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte auf den Seiten von Amnesty International: https://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte

163)

Zitiert aus dem Statement von Markus N. Beeko, Generalsekretär der deutschen Amnesty-Sektion, anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte am 10. Dezember 2017. Sehr lesenswert: https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/deutschland-die-aushoehlung-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte-hat

164)

Das Grundgesetz online einsehen, hier: https://www.bundestag.de/grundgesetz

 
 

Zusätzliche Informationen:

Staub

Dass wir Staub – fein verteilte, kleine feste Partikel, die in der Luft schweben – sind und wieder zum Staub zurückkehren – oder sich ablagern* –, wird schon in Genesis 3,19** erläutert. Das Wort Staub ist eine Substantivbildung zum Verb stieben „ sich schnell bewegen, fliegen“, und bedeutet demnach „das Stieben[de]“.*** Dass wir zudem alle aus Sternenstaub bestehen, also aus den Bestandteilen vor Urzeiten auseinander gestobener Staubwolken in Folge von Supernovae, ist ein eher neuerer Forschungsgegenstand.****

* Siehe unter Bedeutungen in: https://de.wiktionary.org/wiki/Staub

** Siehe: https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose3

*** Vgl. Staub und stieben, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 703 und 711.

**** Siehe u.a. das Video auf: https://www.3sat.de/page/?source=/nano/natwiss/142475/index.html oder die Antwort Nr. 292 auf: https://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/Bestehen-wir-aus-Sternenstaub-article11328006.html oder das Buch von Stefan Klein: Wir alle sind Sternenstaub. Gespräche mit Wissenschaftlern über die Rätsel unserer Existenz, Frankfurt a. M., 2010.

spitzfindige Art

Die Bezeichnung spitzfindig wird fast ausschließlich abwertend gebraucht und meint „übertrieben und kleinlich scharfsinnig“* sein. Immerhin, wer „haarspalterisch“ oder „wortklauberisch“ ist, kann nicht ganz unintelligent sein.

* Siehe unter spitzfindig, in: https://www.dwds.de/wb/spitzfindig

leugnest du

Das Verb leugnen leitet sich ab „von einem im Dt. ausgestorbenen germ. Substantiv *laugna- ‚Verborgenheit, Verheimlichung, Lüge‘“.* Wer leugnet, ist z. B. jemand, der „Weltanschauungen oder Lehren, die allgemein anerkannt sind oder ernsthaft vertreten werden, für nicht existent“ erklärt oder „Offenkundiges wider besseres Wissen bestreite[t], als unwahr hinstell[t]“.**

* Vgl. leugnen, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 417.

** Siehe unter Bedeutungen, in: https://de.wiktionary.org/wiki/leugnen

Pomp

Der Pomp meint „feierliches groszartiges gepränge, prachtentfaltung, prunk“*, entlehnt aus „lat. pompa ‚feierlicher Aufzug‘, ‚Gepränge‘, das wiederum vom griech. πομπ, ‚Sendung‘, ‚Geleit‘, ‚feierlicher Aufzug‘“** stammt. Ein pompöser Aufzug wäre dann eigentlich ein Pomppomp.

* Siehe Pomp, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. (Bd. 13, Sp. 1996). Online einzusehen unter: http://woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=Pomp

** Siehe unter Herkunft, in: https://de.wiktionary.org/wiki/Pomp

Gutdünken

Das Wort Gutdünken wird nur noch in der Redewendung nach eigenem Gutdünken verwendet. Gutdünken ist eine „seit dem jüngeren mhd. bezeugte substantivbildung aus der verbindung mich (mir) dünkt etw. gut“.* Gemeint ist „das Für-gut-Halten“.** Ich bin frei in der Beurteilung, ob ich mich nach meinem eigenen Geschmack richte, nach Konventionen oder nach sachlichen Aspekten.

In der Musik, Medizin und Landwirtschaft wird auch der lat. Ausdruck ad libitum (abgekürzt ad lib.)*** im Sinne von „nach Gutdünken“, „nach Wunsch“ oder „nach Belieben“ verwendet.

* Siehe Gutdünken, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. (Bd. 9, Sp. 1386). Online einzusehen unter: http://woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=Gutduenken

** Siehe unter Bedeutungen, in: https://de.wiktionary.org/wiki/Gutdünken

*** Siehe den Eintrag Ad libitum, in: https://de.wikipedia.org/wiki/Ad_libitum

Ja und Amen

Ja und Amen sagen, meist in der Formulierung zu allem Ja und Amen sagen, bedeutet „dann allem kritiklos zustimmen ohne eine eigene Meinung erkennen zu lassen“.* Amen ist eine Formel, die im Christentum, Judentum und Islam verwendet wird. Als Bekräftigung drückt Amen am Ende von Gebeten oder Predigten Zustimmung aus. Üblicherweise wird Amen mit „so sei es“ übersetzt, was allerdings nicht alle Bedeutungsebenen abdeckt.**

* Zitiert nach: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_geflügelter_Worte/J#Ja_und_Amen_sagen

** Siehe die Hinweise im Abschnitt „Etymologie“ im Eintrag zu Amen, unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Amen

 

 

Endnoten:

165)

Für dran glauben müssen bietet openthesaurus.de fast 50 Synonyme: https://www.openthesaurus.de/synonyme/dran glauben (müssen)

166)

Siehe den Eintrag dran glauben müssen, in: Dr. Wort: Mich laust der Affe, Reinbek 2012, S. 72.

 
 

Zusätzliche Informationen:

nicht ganz dicht

Was bin ich denn nun? Bin ich nicht ganz dicht, dann bin ich nicht ganz bei Verstand. Bin ich aber dicht, bin ich trotzdem nicht vernünftig und undurchdringlich, sondern betrunken und vielleicht recht durchlässig. Die verschiedenen Bedeutungen sind also eher nicht eng beieinanderliegend.

 

Endnoten:

167)

Informationen zum Buch bei der Edition Nautilus: https://edition-nautilus.de/programm/anarchie/

168)

Siehe den Artikel Anomie auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Anomie

169)

Eine Liste findet sich hier: http://deu.anarchopedia.org/Anarchie

170)

Das Zitat stammt aus einem Interview mit der Schweizer SonntagsZeitung vom 6. Mai 2001, vgl.: https://gutezitate.com/zitat/276514

171)

Diese Redewendung ist ein Hendiadyoin, interessant, siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Hendiadyoin

172)

Vgl. fügen, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 209.

173)

Zitiert nach Eintrag Mit Fug und Recht, in: Dr. Wort: Klappe zu, Affe tot, Reinbek 2010, S. 63.

174)

Zitiert nach dem Artikel Rechtspopulismus: Zur Wahl steht: Die Demokratie von Berbner, Bastian; Stelzer, Tanja und Uchatius, Wolfgang in: DIE ZEIT Nr. 4/2017, 19. Januar 2017. Online einzusehen unter: https://www.zeit.de/2017/04/rechtspopulismus-demokratie-wahlen-buergerversammlungen-politisches-system-griechenland

175)

Vergleiche den Artikel Abtreibungsgesetzgebung in Irland, Bürgerversammlung fordert deutliche Liberalisierung von Thomas Hummitzsch auf den Online-Seiten des Humanistischen Pressedienstes: https://hpd.de/artikel/buergerversammlung-fordert-deutliche-liberalisierung-14369

176)

Zum Thema schrieb der belgische Autor und Historiker David Van Reybrouck ein Buch: Gegen Wahlen. Warum Abstimmen nicht demokratisch ist, Göttingen 2016.

178)

Siehe Bräutigam, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 96.

179)

Zitiert nach Hades, in: Grant, Michael/Hazel, John: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, Nördlingen, München 1986, S. 167.

 
 

Zusätzliche Informationen:

in spe

Die lateinische Phrase in spe bedeutet „in der Hoffnung [auf]“ und gehört zu lat. spes „Hoffnung, Erwartung“. Die Wendung in spe kommt „in Bezug auf eine bestimmte verwandtschaftliche oder berufliche Stellung, die jemand in absehbarer Zeit einnehmen wird“* zum Einsatz, meint also bald oder zukünftig. Antigone ist die Verlobte von Haimon und somit seine Ehefrau in spe.

* Zitiert nach in spe, in: https://www.duden.de/rechtschreibung/in_spe

Verlobte

Wenn sich zwei Menschen das Versprechen geben bald heiraten zu wollen, dann wird diese Übereinkunft Verlöbnis oder Verlobung genannt. Traditionsgemäß findet innerhalb eines Jahres nach der Verlobung die Heirat statt. Bei heutigen griechischen Verlobungen* werden häufig die guten Wünsche Kala Stefana und I Ora I kali ausgesprochen.

Kala Stefana wird vor der Hochzeit, zum Verlöbnis gewünscht und heißt wörtlich „Gute Kränze“. Es bezieht sich auf die Kränze, die dem Brautpaar bei der Hochzeit aufgesetzt werden und die mit einem Band verbunden sind. Es wird also „Habt eine gute Hochzeit“ gewünscht. I Ora I kali ist ein Segenswunsch und lässt sich mit „Dass hier ein Glück in dieser Stunde beginnt“ übersetzen. Das Kommende soll also glücklich sein. Diese Redewendung kann auch bei bevorstehenden Reisen und auch beim Tod eines geliebten Menschen ausgesprochen werden.

* Auf radio-kreta.de schildert Autor Jörg in seinem Beitrag Ein Engl für Charly den griechischen Brauch der Verlobung: http://radio-kreta.de/griechische-verlobung/

Dreistigkeit

Im Wörterbuch der Brüder Grimm wird Dreistigkeit zum einen als „muthige entschlossenheit, sicherheit im benehmen“ und zum anderen auch als „anmaszung, unverschämtheit, frechheit als übermasz der dreistigkeit“* definiert.**

* Siehe Dreistigkeit, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. (Bd. 2, Sp. 1395). Online einzusehen unter: http://woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=Dreistigkeit

** Weitere Informationen bei Wikipedia unter Dreistheit: https://de.wikipedia.org/wiki/Dreistheit

Redlichkeit

Üblicherweise wird mit Redlichkeit die Charaktereigenschaft eines Menschen beschrieben, der „entsprechend den Regeln einer Gemeinschaft gerecht, aufrichtig oder loyal“* ist. In Redlichkeit steckt auch die Rede und redlich sein. „Der Kern der Redlichkeit“, laut Wikipedia, „ist die Übereinstimmung der Rede einer Person mit dem, was diese Person tut.“**

* Zitiert nach: https://de.wikipedia.org/wiki/Redlichkeit

** Zitiert nach: https://de.wikipedia.org/wiki/Redlichkeit

hinter vorgehaltener Hand

Die Verschwiegenheit, mit der die Menschen zueinander sprechen, ist der Angst vor Repressalien geschuldet, immerhin ist es ein Gesetz des Königs. Die gesprochenen Worte sind also nicht für alle oder fremde Ohren bestimmt und werden nur im kleinen, vertrauten Kreis ausgetauscht.

verunglimpfen

Mit verunglimpfen ist gemeint, „ jemanden in ansehen, ehre, gutem ruf herabsetzen, schädigen“*, also „jemand oder etwas schlechtmachen.“**

* Siehe verunglimpfen, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. (Bd. 25, Sp. 2029). Online einzusehen unter: http://woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=verunglimpfen

** Vgl. https://de.wiktionary.org/wiki/verunglimpfen

dezidiert

Kreon vertritt seinen Standpunkt äußerst dezidiert, also „ausdrücklich, bestimmt, energisch, entschieden, entschlossen, kategorisch, konkret, resolut“*, aber nicht unwiderruflich, wie sich am Ende der Tragödie zeigt.

* Siehe die sinnverwandten Wörter, unter: https://de.wiktionary.org/wiki/dezidiert

respektlos

Auf zwischenmenschliche Beziehungen angewandt, kann Respekt Ehrerbietung, Wertschätzung, Achtung, Ehrfurcht, aber auch Scheu gegenüber einer Person bezeichnen. Als Begriff kann es auch auf Gruppen, Institutionen, Länder oder Tiere bezogen werden. Ein respektloses Verhalten lässt Achtung und Wertschätzung vermissen.

hörig

Unser hörig geht zurück auf das mhd. Hœrec „hörend auf, folgsam; leibeigen“* und bedeutete „unterthänig, eigen“**. Heute wird es benutzt, um eine sehr starke Abhängigkeit (bis zur willenlosen Unterwerfung) zu beschreiben.

* Siehe hörig unter hören, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 290/291.

** Siehe hörig, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. (Bd. 10, Sp. 1814). Online einzusehen unter: http://woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=hoerig

Schande

Schande (veraltet auch Schmach) ist ein vielschichtiges Phänomen. Es kann einen empörenden und skandalösen Vorgang bezeichnen und zudem

„einerseits den Verlust von Ansehen und Ehre, andererseits die Ursache für diesen Verlust. Schande kann lediglich subjektiv empfunden sein (siehe Scham) oder von außen durch Verachtung, Geringschätzung oder Bloßstellung induziert und sanktioniert werden.“

Zitiert nach: https://de.wikipedia.org/wiki/Schande

 

Endnoten:

180)

Zitiert nach dem Wikipedia-Eintrag
https://de.wikipedia.org/wiki/08/15_(Redewendung)

181)

Siehe die Erläuterung im Wikipedia-Eintrag unter Herkunft: https://de.wikipedia.org/wiki/08/15_(Redewendung)

182)

Eine interessante Lebensgeschichte, vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Hellmut_Kirst

184)

Zitiert nach Exempel, in: Duden, Bd. 11, Redewendungen und sprichwörtliche Redensarten . Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1992,S. 187.

186)

Siehe im Asterix-Zitate-Lexikon unter Alea iacta est : http://www.comedix.de/lexikon/db/alea_iacta_est.php

187)

Vgl. die Erklärung in: Die Würfel sind gefallen, in: Duden, Bd. 12 Zitate und Aussprüche, Dudenredaktion (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 2008, S. 619.

 
 

Zusätzliche Informationen:

rigoros

Mit rigoros wird ein Vorgehen bezeichnet, welches „streng, hart, strikt, diktatorisch, unerbittlich, gebieterisch, eisern, erbarmungslos, bestimmt, energisch“* und ohne Rücksicht durchgeführt wird. Die Wurzel dieses Wortes liegt im „lat. rigor ‚Steifheit; Härte, Unbeugsamkeit‘ […] das zu lat. rigere ‚starr sein, steif sein (z.B. vor Kälte)‘ gehört.“**

* Synonyme zitiert nach: https://de.wiktionary.org/wiki/rigoros

** Siehe rigoros, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 594.

sich sputen

Das Verb sputen geht zurück auf das mnd. spoden und bedeutet „sich beeilen“. Das engl. to speed „eilen“ ist verwandt. Das Verb ist abgeleitet von mhd. ahd. spuot „glückliches Gelingen“, „Schnelligkeit“. Hans Theodor Woldsen Storm (* 14.9.1817, Husum; † 4.7.1888, Hanerau-Hademarschen) legte in seinem Gedicht Knecht Ruprecht dem Christkind die folgenden Worte in den Mund:

„Knecht Ruprecht“, rief es, „alter Gesell,
hebe die Beine und spute dich schnell!“

Zitiert nach dem Gedicht Knecht Ruprecht, hier nachzulesen: http://www.weihnachtsgedichte-sprueche.net/weihnachtsgedicht/knecht-ruprecht.html

ans Messer liefern

Mit dieser Redewendung ist eigentlich Verrat an jemandem gemeint. Wer jemanden verrät, liefert die Person ans Messer. Das Messer steht für das Schwert oder das Beil des Henkers.

 

Endnoten:

188)

Zitiert nach Déjà-vu, unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Déjà-vu

 
 

Zusätzliche Informationen:

zürnen

Die Götter zürnen, sind also zornig und ärgern sich über Kreon und die Vorgänge in Theben. Vgl. einerseits „Ärger“, „Wut“ und „Jähzorn“ und andererseits „Zürnen“, „Groll“, „Grimm“ und „Ingrimm“.

Vgl. Zorn, unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Zorn und zürnen, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. (Bd. 32, Sp. 671-677). Online einzusehen unter: http://woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=zuernen

 

Endnoten:

189)

190)

Zitiert nach Sublim, unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Sublim

191)

Vgl. die Wortherkunft unter: https://www.duden.de/rechtschreibung/sublim

192)

Zitiert nach sublim, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm . 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. (Bd. 20, Sp. 815). Online einzusehen unter: http://woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=sublim

193)

Siehe den Hinweis auf die Ilias unter „ Zur Bedeutung“ in: https://de.wikipedia.org/wiki/Barbar

194)

Zum Bedeutungswandel des Begriffes siehe die Erläuterungen unter Zur Bedeutung und Begriffsgeschichte in: https://de.wikipedia.org/wiki/Barbar

195)

Zitiert nach: https://de.wikipedia.org/wiki/Barbar, dort der Verweis auf die Originalquelle: Borst, Arno: Barbaren. Geschichte eines europäischen Schlagworts . In: ders.: Barbaren, Ketzer und Artisten . Welten des Mittelalters . München 1988, S. 19–31, 617f.

196)

Siehe die Erklärung zu Eiertanz, in: https://de.wikipedia.org/wiki/Eiertanz

 
 

Zusätzliche Informationen:

Fünfe grade sein lassen

Mit der Aufforderung Fünfe gerade sein lassen* ist gemeint, etwas nicht so genau zu nehmen oder etwas, das nicht sein sollte, durchgehen zu lassen. Wer die ungerade Zahl Fünf gerade sein lässt, billigt bzw. akzeptiert, dass etwas nicht korrekt, exakt und einwandfrei läuft oder ausgeführt wird.

Eine andere Sichtweise auf diese Redewendung ist, dass die Person, die alle Finger gerade lässt, sich ausruht und nicht arbeitet, vergleiche: alle viere von sich strecken.

* Beispiele, Zitate und Varianten zur Redewendung unter: http://www.phraseo.de/phrase/fuenfe-gerade-sein-lassen/

nicht einerlei sein

Wenn uns etwas einerlei ist, dann ist es egal und hat keine Bedeutung für uns. Wenn uns unser Leben phasenweise als langweilige, ständige Wiederholung des Immergleichen erscheint, sprechen wir von einem täglich wiederkehrenden Einerlei. Und wenn uns das dann doch nicht einerlei ist, versuchen wir zum Beispiel beim Kochen nicht nur einerlei Sorte von Gemüse zu verwenden, der Abwechslung wegen.

 

Endnoten:

197)

Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Auslegungsstörfall und siehe die dort verlinkten Listen zu Unfällen und Störfällen in deutschen und europäischen kerntechnischen Anlagen, erhellend.

198)

Siehe den Wikipedia-Eintrag zu Hans Moral : https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Moral

199)

Weiterführende Informationen zum Moralbegriff: https://de.wikipedia.org/wiki/Moral

200)

Immer gut: Informationen zur politischen Bildung, Heft 332 Demokratie : Siehe & bestelle hier: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/informationen-zur-politischenbildung/247723/demokratie

201)

Dies ist ein sehr altes Sprichwort und es findet sich zum Beispiel in der fünfbändigen Märchensammlung „ Volksmärchen der Deutschen“ des dt. Philologen und Schriftstellers Johann Karl August Musäus (*29.3.1735, Jena; †28.10.1787,Weimar). Im Band 2: Legenden vom Rübezahl findet sich in der fünften Legende die Stelle: „‚Wer nicht wagt, der nicht gewinnt‘, sprach er, und wer bei der Schüssel sitzt und nicht zulangt, der mag darben.‘“ Zitiert nach: http://gutenberg.spiegel.de/buch/legenden-vom-rubezahl-4375/6

 
 

Zusätzliche Informationen:

Pein

Wer Schmerzen oder Leid erlebt, wer von körperlichem oder seelischem Weh gequält wird, der erfährt Pein, bzw. wird gepeinigt. Das Wort Pein geht zurück auf das grch. ποινή (poiné) und das lat. poena. Beide beschreiben das Begriffsfeld um Buße, Sühne, Strafe, Rache, Kummer und Qual.

Vgl. die Anmerkungen unter Pein, in: Duden, Etymologie, Günther Drosdowski (Hg.), Mannheim, Wien, Zürich 1989, S. 518.

Verderb und auf Gedeih

Wenn etwas gedeiht, dann entwickelt es sich positiv, es wächst. Mit Gedeih (auch Gedeihen) kann also ein Fortschritt in Richtung einer Verbesserung beschrieben werden. Mit Verderb (auch Verderben) kann ein Entwicklung oder ein Ereignis benannt werden, das Unheil bedeutet. Das Verb verderben beschreibt den Vorgang, dass etwas, zum Beispiel Nahrungsmittel, verfault, verschimmelt, also ungenießbar wird.

Die Redewendung auf Gedeih und Verderb bedeutet bedingungslos, ganz und gar, auch unumstößlich. Die Menschheit zum Beispiel ist in ihrer Gesamtheit auf Gedeih und Verderb mit den Entwicklungen auf ihrem Heimatplaneten verbunden.